Behälter- und Apparatebauer werden wieder zurückvermeistert

09.09.2019

Die Große Koalition hat sich nach lang anhaltendem Druck der Handwerksorganisation darauf geeinigt, in 12 Gewerken zur Meisterpflicht zurückzukehren. Darunter sind auch die von der SHK-Verbandsorganisation vertretenen Behälter- und Apparatebauer. Seit Oktober vergangenen Jahres hatte die Koalitionsarbeitsgruppe "Meisterbrief" die Wiedereinführung der Meisterpflicht in verschiedenen Gewerken geprüft. Dabei wurden Handwerksvertreter, Gewerkschaften, Verbände und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eingebunden.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Carsten Linnemann, sein SPD-Kollege Sören Bartol und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben sich nun auf die Handwerksberufe geeinigt, in denen die Kriterien für eine Meisterpflicht erfüllt werden:

  • Behälter- und Apparatebauer,
  • Betonstein- und Terrazzohersteller,
  • Böttcher,
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher,
  • Estrichleger,
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,
  • Glasveredler,
  • Orgel- und Harmoniumbauer,
  • Parkettleger,
  • Raumausstatter,
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker sowie
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Formal kommen diese Gewerken aus der Anlage B1 wieder in die Anlage A der Handwerksordnung. Die Meisterpflicht soll zum 1. Januar 2020 kommen, aber nur für neu gegründete Betriebe gelten. Bestehende Betriebe genießen Bestandsschutz.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des ZDH, sprach von einem "starken Signal für Qualität und Qualifikation im Handwerk."

Der Gesetzentwurf soll unverzüglich in den Bundestag eingebracht werden, damit das Gesetz Anfang 2020 in Kraft treten kann.

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