SHK-Unverzichtbarkeitserklärungen für Ausgangssperre im Freistaat Sachsen

SHK-Unverzichtbarkeitserklärungen für Ausgangssperre im Freistaat Sachsen Zum Vergrößern anklicken

21.01.2021

Der Freistaat Sachsen verlängert wegen der ungebremsten Corona-Infektionen den Lockdown bis 14. Februar. Es gibt weitere landesweite Ausgangsbeschränkungen.

Zum Verlassen der häuslichen Unterkunft bedarf es eines triftigen Grundes. Ein wichtiger Grund ist auch die Ausübung beruflicher Tätigkeit. Für Mitarbeiter von Sanitär Heizung Klima-, Ofen- und Luftheizungsbauer- oder Klempnerbetrieben in Sachsen empfehlen wir bei einer verhängten Ausgangssperre, eine Arbeitgeberbescheinigung für dem Weg vom und zum Arbeitsplatz auszustellen. Wir empfehlen Ihnen, die passende Unverzichtbarkeitserklärung (s.u.) für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Firmenbriefkopf auszudrucken.

  • Unverzichtbarkeitserklärung für Installateur- und Heizungsbau
  • Unverzichtbarkeitserklärung für Ofen- und Luftheizungsbau
  • Unverzichtbarkeitserklärung für Klempner
  • Unverzichtbarkeitserklärung für Behälter- und Apparatebau.

Selbstständigen empfehlen wir, auf dem Weg zum Kunden möglichst den Auftrag und eine Kopie der Gewerbeanmeldung mitzunehmen. Auch andere Dokumente, mit denen sich die betriebliche Notwendigkeit der Fahrt belegen lässt, können bei etwaigen Kontrollen hilfreich sein.

Vorausssichtlich bis 07.02.2021 können in Freistaat Sachsen vorübergehend nur noch Mitarbeiter systemrelevanter Berufe und aus Unternehmen der kritischen Infrastruktur ihre Kinder in Kitas und Grundschulhorte geben. Eine Notbetreuung ist nur für einen eng begrenzten Kreis von Berufsgruppen möglich. Die Regelungen ist strenger als für die Notbetreuung im Frühjahr. Nur Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, können die Notbetreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Dazu müssen in der Regel beide Eltern einen Nachweis erbringen. In der Liste der Berufsgruppen mit Anspruch auf Notbetreuung ist das SHK-Handwerk leider trotz Fachverbandseinflussnahme nicht darunter.

Wenn Arbeitnehmer bei einer Schul- oder Kitaschließung wegen eines Corona-Falls oder generellen Anordnung von Schließungen auf Grund des Infektionsschutzgesetzes für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben müssen und keine anderweitige Betreuung möglich ist, etwa durch Nachbarn, den Ehepartner, eine eingerichtete Notbetreuung (bei systemrelevanten Tätigkeit) oder durch Home-Office-Lösungen, besteht zunächst ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts nach § 616 BGB für höchstens 10 Tage.

Danach gibt es nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz einen teilweisen Entschädigungsanspruch. Der Anspruch ist auf 67% des Nettoeinkommens bzw. einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Als Arbeitgeber können Sie mit diesem Formular bei der Landesdirektion Sachsen (LDS) einen Erstattungsantrag stellen. 

Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie bei der Landesdirektion Sachsen.

Zusätzlich können Eltern Kinderkrankentage in Anspruch nehmen, wenn das Kind tatsächlich erkrankt. Die Anzahl wurde für das laufende Jahr wegen der Corona-Krise erhöht. Pro Elternteil gibt es nun 15 statt 10 Tage pro Kind, Alleinerziehende haben 30 statt 20 Tage in diesem Jahr.

Den regelmäßig aktualisierten Leitfaden des ZVSHK für SHK-Betriebe im Umgang mit der Corona-Krise finden Sie hier nach Login als PDF-Dokument zum Download.

Dokumente

Zurück zur Artikelübersicht