Gebäudemodernisierungsgesetz
Die SHK-Verbandsorganisation bewertet die vorgelegten Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz als wichtigen Schritt hin zu mehr Praxisnähe, weniger Bürokratie und größerer Umsetzbarkeit in der Heizungsmodernisierung. Entscheidend wird nun die konkrete Ausgestaltung im Gesetzgebungsverfahren sein.
Positiv hervorzuheben sind insbesondere der Abbau bürokratischer Vorgaben, die stärkere Technologieoffenheit sowie die angekündigte Entkopplung einzelner Entscheidungen von der kommunalen Wärmeplanung. Auch die geplante Evaluierung im Jahr 2030 wird als sinnvoll erachtet, um Zielerreichung und Wirkung der Maßnahmen realistisch zu überprüfen und gegebenenfalls nachzusteuern.
Zentrale Bedeutung hat aus Sicht des SHK-Handwerks die Stabilität der Förderkulisse. Die zugesagte Finanzierung der Bundesförderung effiziente Gebäude bis mindestens 2028 beziehungsweise 2029 ist eine wesentliche Voraussetzung für Investitionsentscheidungen von Eigentümern und für die betriebliche Planung im Handwerk.
Daniel Föst, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, erklärt: „Gut, dass endlich Eckpunkte vorliegen. Die tatsächliche Arbeit beginnt jetzt allerdings erst. Auch wenn einige kluge Ansätze in den Eckpunkten enthalten sind, sind noch wichtige Fragen ungeklärt. Jetzt kommt es erst einmal darauf an, dass die Förderkulisse stabil bleibt und Betriebe wie Eigentümer sich darauf verlassen können.“
Bei der angekündigten Grüngasquote sind noch viele Details offen. Sicher ist aber, dass grüne Gase bisher deutlich teurer sind als andere Energieträger. Immer mehr Kunden entscheiden sich deshalb für eine Wärmepumpe.
Gleichzeitig wird angemahnt, klare Leitplanken nicht aus dem Blick zu verlieren. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz dürfe nicht zu neuen Unsicherheiten führen oder Investitionen in wenig zukunftsfähige Lösungen begünstigen. Für das SHK-Handwerk sind verlässliche Rahmenbedingungen notwendig, damit Betriebe qualifizieren, investieren und Verbraucher fundiert beraten können.
Föst kündigt eine aktive Rolle des Verbandes im weiteren Verfahren an:
„Wir werden uns konstruktiv in den tatsächlichen Gesetzgebungsprozess einschalten. Entscheidend ist, dass am Ende ein Regelwerk steht, das Modernisierung beschleunigt, Klimaziele erreichbar macht und im Alltag von Betrieben und Verbrauchern funktioniert.“