ZVSHK-Präsident Hilpert an die Innungsbetriebe

Datum: 25.02.2026
Autor: Sabine Kurze

Statement des Präsidenten zum Gebäudemodernisierungsgesetz


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit den nun vorliegenden Eckpunkten für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz liegt erstmals seit Monaten wieder ein klarer politischer Rahmen auf dem Tisch. Das ist ein wichtiger Schritt. Unsere Betriebe brauchen Orientierung – keine Dauerdebatten.

Positiv ist, dass Bürokratie reduziert, die Technologieoffenheit gestärkt und einzelne Entscheidungen vom Takt der kommunalen Wärmeplanung entkoppelt werden sollen. Das entspricht vielen Rückmeldungen aus unseren Innungsbetrieben. Ebenso sinnvoll ist die vorgesehene Evaluierung im Jahr 2030. Klimaziele gelten – aber sie müssen mit realistischen Instrumenten erreicht werden.

Von zentraler Bedeutung ist die zugesagte Stabilität der Förderung. Unsere Kundinnen und Kunden investieren nur, wenn sie sich auf Rahmenbedingungen verlassen können. Und wir als Betriebe investieren nur in Qualifikation, Personal und Kapazitäten, wenn politische Zusagen Bestand haben. Verlässlichkeit ist deshalb keine Nebenfrage, sondern Voraussetzung für funktionierende Marktbearbeitung.

Gleichzeitig sage ich klar: das GMG darf nicht zu neuer Unsicherheit führen. Wir brauchen praktikable Leitplanken, die Modernisierung beschleunigen – nicht bremsen. Unser Anspruch bleibt, dass die Wärmewende im Heizungskeller umgesetzt wird. Dafür stehen qualifizierte Fachbetriebe.

Klar ist aber auch: Viele Fragen sind offen und müssen jetzt auf der politischen Fachebene konkret erarbeitet werden. Genau hier liegt die Herausforderung für uns als ZVSHK. Wir müssen dafür sorgen, dass die Interessen des Handwerks in den weiteren Beratungen konsequent eingebracht werden und praxistaugliche Lösungen entstehen.

Wir werden uns als ZVSHK konstruktiv und mit klarer fachlicher Position in das Gesetzgebungsverfahren einbringen. Unser Ziel ist ein Regelwerk, das im betrieblichen Alltag funktioniert, Investitionen ermöglicht und Planungssicherheit schafft.

Für Sie in den Betrieben heißt das: Wir bleiben dran. Wir sorgen dafür, dass Ihre praktischen Erfahrungen und Ihre wirtschaftlichen Realitäten im politischen Prozess Gehör finden.

MICHAEL HILPERT – PRÄSIDENT ZENTRALVERBAND SANITÄR HEIZUNG KLIMA
