Novemberhilfe kann beantragt werden Wirtschaftliche Maßnahmen gegen Folgen der Coronakrise in Sachsen

Wirtschaftliche Maßnahmen gegen Folgen der Coronakrise in Sachsen Zum Vergrößern anklicken

26.11.2020

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stehen Ihnen im Freistaat Sachsen nachstehende Hilfsangebote zur Verfügung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Schulze, Bereich Betriebswirtschaft, Tel. 0341 200537-40, thomas.schulze@installateur.net.

Steuerliche Maßnahmen

Es stehen verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zur Verfügung. Informationen der sächsischen Finanzverwaltung finden Sie hier. Die Antragstellung besprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater:

  • Herabsetzung von laufenden Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer
  • Gewährung von Stundungen
  • vorübergehender Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  • Erlass von Säumniszuschlägen

Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer zuständig ist und entsprechend verfahren wird.

Außerdem soll auf Vollstreckungsmaßnahmen bzw. Säumniszuschläge bis zum 31.12.2020 verzichtet werden, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Novemberhilfe beantragen

Direkt oder indirekt vom 2. Lockdown betroffene Firmen können ab sofort die ersten Abschlagszahlungen zur Novemberhilfe beantragen. Diese umfassen max. 50% der beantragten Novemberhilfe bzw. 10.000 Euro. Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann. Pro Schließungswoche sollen insgesamt Zuschüsse von 75% des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden, wobei anderweitige Hilfen (inkl. KuG) angerechnet werden.

Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Unabhängig davon können Sie die Überbrückungshilfen II für September bis Dezember über ihren Steuerberater beantragen, sofern ein signifikanter Umsatzverlust infolge der Corona-Krise eingetreten ist.

Zur Antragstellung

Überbrückungshilfe II des BMWi für kleine und mittelständische Unternehmen - Anträge können ab sofort gestellt werden

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Eine Antragstellung für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist nicht mehr möglich.

Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte. Eingegangene Anträge auf Überbrückungshilfe im bundesweiten Online-Antragsportal werden sie automatisch an die zuständigen Bewilligungsstellen in den Bundesländern übermittelt. Die Antragsbearbeitung erfolgt dann durch sie.

Die Corona-Überbrückungshilfe II kann für maximal vier Monate (September, Oktober, November und Dezember 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

Die Überbrückungshilfe II erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 % gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Weitere Infos, FAQs und die Registrierung für Steuerberater finden Sie unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Zur Antragstellung

KfW-Schnellkredit

Bis zum 31.12.2020 können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen KfW-Schnellkredit 2020 abschließen. Die Konditionen:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Kredit mit 3,00 %  Sollzins p.a.
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos
  • Voraussetzung: Sie haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt

Weitere Infos finden Sie hier.

Zum Vorab-Check

Stabilisierungsfonds der SAB

Mit dem Stabilisierungsfonds sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), welche von Corona bedingten Einschränkungen betroffen sind, rekapitalisiert und die Grundlagen für die konjunkturelle Erholung der sächsischen Wirtschaft geschaffen werden. Der Stabilisierungsfonds stellt Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel in der Regel in Form von stillen Beteiligungen mit Rangrücktritt zur Verfügung. Damit können sowohl Investitionen als auch Betriebsmittel finanziert werden. Ziel ist es, krisenbedingte Verluste an Eigenkapital zu mildern, die Rückkehr der Unternehmen auf den Wachstumspfad zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu erhalten.

Voraussetzung für eine Beteiligung ist ein positives Ergebnis der unternehmensbezogenen Risikoprüfung der SBG - Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH. Anträge stellen können nur produzierende Unternehmen, produktionsnahe oder technologieorientierte Dienstleistungsunternehmen älter 3 Jahre, die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein dürfen.

Für Fragen erreichen Sie die SAB unter der Hotline 0351 4910-1100 sowie unter der E-Mail corona@sab.sachsen.de. Die Beratung ist kostenlos.

Zur Antragstellung

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